ZBS Niedersachsen bringt Erfahrungen aus der Praxis in bundesweiten Fachaustausch ein

Im Rahmen des digitalen Fachaustauschs des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V. zum Thema „Zugangshürden identifizieren, Zugänglichkeit zu den Hilfen verbessern – Austausch zur Weiterentwicklung der Hilfen nach §§ 67 ff. SGB XII“ stellte Mark Brockmann von der ZBS Niedersachsen die aktuelle Entwicklung der Hilfen für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten in Niedersachsen vor.

Der Fachtag widmete sich der Frage, wie bestehende Zugangshürden zu den Hilfen nach §§ 67 ff. SGB XII abgebaut und Unterstützungsangebote bedarfsgerechter gestaltet werden können. Hintergrund ist die bundesweit sehr unterschiedliche Ausgestaltung der Hilfen, die teilweise mit zusätzlichen Zugangsanforderungen und komplexen Verfahren verbunden ist.

In seinem Impulsbeitrag zeigte Mark Brockmann auf, wie das niedersächsische Hilfesystem durch den Landesrahmenvertrag, landesweit abgestimmte Leistungstypen und gemeinsame Qualitätsstandards strukturiert ist. Gleichzeitig wurden aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen vorgestellt, darunter die Weiterentwicklung niedrigschwelliger Angebote, die Verbesserung der Barrierefreiheit von Hilfe- und Verwaltungsprozessen, die Einbindung von Menschen mit eigener Erfahrung sowie die Frage, wie Hilfen auch künftig bedarfsgerecht und zugänglich gestaltet werden können.

Der Austausch machte deutlich, dass die Weiterentwicklung der Hilfen nicht allein eine rechtliche oder organisatorische Aufgabe ist. Entscheidend ist vielmehr, ob Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten die erforderliche Unterstützung tatsächlich und möglichst unkompliziert erreichen können. Die ZBS Niedersachsen bringt sich aktiv in diesen bundesweiten Fachdiskurs ein und unterstützt den fachlichen Austausch zwischen Kommunen, Leistungsträgern und sozialen Einrichtungen in Niedersachsen.